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von • 28. August 2011 • Die Gedanken, Die LiebeKommentare (5)5345

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Das Blöde an Zeit ist, dass man in den meisten Fällen zu wenig davon hat. Und hat man sie, investiert man sie in meist unnützes Zeug wie z. B. diesen Blogeintrag. Oder Gartenarbeit. Oder Twitter. Oder fremde Leben.
Noch blöder ist, dass die Zeit viel zu schnell verstreicht, wenn sie an etwas Gefallen gefunden hat.
Genau dann, wenn sie still stehen soll, rast sie wie ein Ferrari auf der Rennstrecke an einem vorbei.
Oder sie ist in quälenden Erlebnissen so zäh, wie ein lästiger Kaugummi unter dem Schuh.
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Erfinder der Zeit wenig Ahnung vom Mensch sein hatte. Zumindest war er nicht sonderlich relaxt.

Ich zähle bis 4 und der Trott hat einen wieder. Aufstehen, duschen, anziehen, Alltag. Jeden Tag der Blick auf das Kalenderblatt, wann endlich wieder das Wochenende ansteht. Um dann erschreckt festzustellen, dass es auch schon wieder rum ist.
Endlich soll alles anders werden. Ein Endlich ohne Ende in anderer Hinsicht. Ein „Lich“ sozusagen. Das würde allerdings niemand verstehen. Wer sagt das schon in unseren Gefilden? Egal!

Wo anfangen mit dem Endlich, wenn noch ungebeten Fragen im Raum stehen die erst vor die Türe gebeten werden müssen? Aktuell ist der Weg dorthin vielleicht noch etwas lang und die ungebetenen Fragen in etwa so nervig (und mit ähnlich viel Sitzfleisch ausgestattet) wie ungebetene Gäste. Aber man macht die ersten Schritte. Ich bin mir sicher, dass dann die Türklinke auch schon bald zum Greifen nahe und der Fußtritt für den Rauswurf nicht weit ist.
Ausserdem hat man damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch den Rausschmiss hat man nicht nur mehr „Lich„, sondern auch gleich noch weiteren Platz zur Entfaltung in den 4 Wänden.

4. Anfangs noch so lang. Im Nachhinein viel zu kurz. Und trotz allem hat sich eine Sache bestätigt. Das 2 = Ja.!
Damit kann die Zeit noch so nervig unverständlich sein. Klein bekommt sie uns nicht! Eher groß. Und dann wird aus 4 sowas wie 12, 48, 364 oder 4896…

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5 Responses to 4

  1. alice sagt:

    meine worte. :heart:

  2. Wasweißich sagt:

    Manchmal wüsste ich gerne, wer „man“ ist. Diese Person, die uns begegnet, mit der wir uns nie identifizieren wollen, die wir blöd finden, die nervt, die Fragen stellt, deren Antworten nicht ahnen, die Dinge auf das Tablett legt, die wir nicht mögen, während sie uns andere Sachen nimmt, die wir lieben.

    Kurz bevor ich nun hier durchdrehe, eine Frage noch: Wer ist „man“?;)

  3. Da fragst du gerade mich? Der, der Ahnung als erfundene Einbildung hält und dazu auch noch um sich wirft? ;)

    Aber wenn du mich fragst, sollte man „man“ (hab ich etwas 2x „man“ hintereinander geschrieben?!) im Rahmen der Gleichberechtigung der „fra“ gegenüber stellen. „Frau“ würde in diesem Fall buchstäblich nicht passen.

  4. Wasweißich sagt:

    Verzeihen Sie bitte, dass ich erst jetzt antworte, ich erwartete eine Benachrichtung per Mail, aber zurück zum Ausgang, ich wollte Ihnen eine Antwort senden: Ja, ich frage Sie! Denn schrieben nicht Sie das „man“? Dass sie ein Mann sind, ist mir bewusst, doch ich glaube eher: Aus „man“ sollte zügig ein „ich“ werden. Das hilft ganz ungemein, nicht nur für das Geschriebene. In diesem Sinne, bleiben Sie tapfer und mutig und gehen: Als Mann, auch. ;)) (Ich drehe nur ein bisschen am Rad, hab Spaß und lieben Gruß an deine zweite Hälfte!;))

  5. Ausnahmsweise entschuldige ich noch mal das Versäumnis der pünktlich gegebenen Antwort. Ich hoffe, dass diese Zeit in lesenswerte Zeilen investiert worden.

    An erster (eigentlich ja an zweiter Stelle) möchte ich betonen, dass mich das Sie und Du völlig kirre macht. Das schiebe ich allerdings auf mangelnde Flexibilität. Ich sollte erwähnen, dass ich noch nie ein guter Turner war und im Sportunterricht gehasst habe. Ganz zu schweigen, dass ich noch nie Ballettunterricht hatte, wofür ich meiner Mutter äußerst dankbar bin.
    Wo war noch mal der Faden?

    Auch möchte ich betonen, dass ich mir sehr sicher bin, dass ich auch ein „Ich“ in die oberen Zeilen investiert habe.
    Auf alles andere antworte ich neuerdings grundsätzlich mit einem entschiedenen „Nein!“. Von wem ich das habe, ist mir entfallen. Was ich auf meine fortschreitende Reife schiebe, die bei man(n) im Alter gegeben ist (ab und zu zumindest).

    Ansonsten hoffe ich, dass es Ihnen wunderbar gut geht :) … und unterlassen Sie es gefälligst, auch in Zukunft völlig vom drehenden Rad zu springen. Das hält fit und macht Sie zu dem, dem ich gerne lausche (und lese).

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