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von • 13. Februar 2016 • Die Filme, FeaturedKommentare (0)1856

Deadpool ist Anarchie und ganz großes Kino

Ich hatte das große Vergnügen, Deadpool in einer Vorpremiere im Kino sehen zu dürfen.
Nach den ganzen Teasern, Trailern und Bildern war ich mehr als gespannt, ob die Macher das Level zwischen „Ich hau den bösen Buben mit Style auf die 12“, „Wenn hier einer coole Sprüche klopft, dann Deadpool“ und Superhelden-Anarchie aufrecht erhalten können.
Um es vorweg zu nehmen: Sie haben es mit Bravour geschafft!

Ich erspare es mir an dieser Stelle, noch mal die Geschichte des Films aufzurollen, da ich das bereits hier getan habe.

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Nachdem ich also Deadpool gesehen habe, kommen mir alle anderen Superhelden-Filme wie weichgespülte Actionstreifen vor, bei denen die Drehbuchautoren und Filmstudios penibel darauf geachtet haben, bloß immer politisch korrekt zu sein.
Bei Deadpool hat sich das Team an keine Benimmregeln gehalten. Wirklich alles, was in irgendeiner Form mit politischer Korrektheit zu hat, wurde über Bord geworfen und noch eins drauf gesetzt, damit bloß keine Missverständnisse aufkommen, dass es ja vielleicht doch nicht so schlimm gemeint wäre.
Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie befreit die Drehbuchautoren bei diesem Film arbeiten durften und mit einem breiten Grinsen das Ganze runtertippten.
Ein Novum: In einem Marvel-Film wird sogar Batman und Robin gedisst, die im DC-Universum Zuhause sind.

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Wenn Deadpool in die entscheidende Schlacht zieht und sein Kumpel das mit „Ich würde dich ja gerne begleiten, aber … ich will nicht!“ kommentiert, dann will ich vor der ganzen Offenheit einfach mal auf die Knie fallen und den Macher die Füße küssen.
Selbst das Schwergewicht Colossus bringt Deadpool zum Kotzen!
Und ohne zu viel zu verraten: Auch Wolverine kommt im Film vor – aber anders, als viele jetzt vielleicht denken.
Für mehr hat es aufgrund des „niedrigen Filmbudgets“ laut Deadpool nicht gereicht.

giphyZusammengefasst lässt sich sagen:
In dem Film wird ein Feuerwerk von Sprüchen unter der Gürtellinie, Offenheit, Schimpfeskapaden und Beleidigungen abgefackelt, dass selbst Klaus Kinski neidisch werden würde.
Dazu gibt es abgedrehte Action und einen Ryan Reynolds in Bestform (wenn man mal von seinem späteren Aussehen absieht).
Die Story bleibt zwar auf der Strecke, aber ganz ehrlich: Drauf geschissen (Deadpool-Style)!

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giphy3Wer nicht zum Lachen in den Keller geht, auf Weichspüler verzichtet und einfach mal knapp zwei Stunden bestens von einem (Anti-)Superhelden unterhalten werden will, der schaut sich diesen Film an!
Nachdem der Abspann lief stand für mich bereits fest, dass ich den Steifen noch mal sehen muss … und noch mal … und noch mal …

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