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von • 16. Dezember 2013 • Die Filme, FeaturedKommentare (0)1587 •

Der Hobbit – Smaugs Einöde

Die Story genieße ich auch ohne Pfeifenkraut: 96%

Verpackung und Inhalt der Schauspieler: 95%

Vor Spannung ist noch Popcorn übrig: 93%

"Hast du mal Feuer, Smaug?"-Effekte: 97%

Für Herr der Ringe Fans Pflichtprogramm. Für alle anderen auch.

Zusammenfassung:

Als „Der Hobbit“ letzte Weihnachten in die Kinos kam, war der Film gespickt von Aufnahmen, in denen Zwerge, ein Zauberer und ein Hobbit durch Landschaften wandern. Dazwischen gab es Liedchen, Witzchen, einigen Leerlauf und ab und zu einen Kampf gegen Orks. Der Film war sicherlich nicht schlecht, aber ist meiner Meinung nach kein Meisterwerk von Peter Jackson. Viel zu kindlich und nicht gerade nach Mittelerde passend.
In „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ gibt es ebenfalls jede Menge Szenen, in denen man den Protagonisten beim Wandern zuschaut. Das war es aber schon weitestgehend mit den Gemeinsamkeiten.

Den über 160 Minuten merkt man von der ersten bis zur letzten Szene an, dass mehr Zug auf der Erzählstory herrscht. Es gibt viel zu entdecken in Mittelerde. Angefangen im Düsterwald, hin zu den Elben in Richtung Seestadt, um letztendlich Erebor (dort, wo jetzt der Drache Smaug wohnt) zu erreichen. Jede Menge, um den Augen Abwechslung zu gönnen. Gerade die stärkere Einbindung der Elben tut gut. Schließlich sehen sie immer nahezu perfekt aus und können gleichermaßen ihren Gegnern mit jeder Menge Geschick und Waffenkunst in den Hintern treten.
Was mich an „Der Hobbit“ gestört hat ist, dass die Zwerge zu dümmlich dargestellt worden. Zwar sind sie auch im zweiten Teil noch einfältig und teils schwer von Begriff, aber wirkt es doch jetzt viel glaubhafter und passender. Man nimmt ihnen jetzt viel mehr ab, große Kämpfer zu sein.
Und Gandalf? Der legt abermals die Messlatte weit nach oben, wie ein Zauberer sein soll und auszusehen hat.
Die alten Charaktere (Hallo, Legolas!) aber auch die neuen binden sich prima ein. Dabei erinnert Tauriel äußerlich ziemlich starkt an Arwen aus Herr der Ringe. Zufall? Keine Ahnung! Aber dem Zuschauen schadet es nicht. Auch sonst wirkt die Rolle von ihr glaubwürdig – 0bwohl sie nicht Bestandteil von Tolkiens Buch ist.
Gollum sucht man in Smaugs Einöde vergebens. Wahrscheinlich wollte er sich nicht die Füße verbrennen.

Besondere Aha-Erlebnisse kommen auf, wenn erste Bezüge zur späteren Herr der Ringe-Saga gesponnen werden. Beispielsweise dann, wenn größere Massen von Orks durch Mittelerde marschieren und ein alter Bekannter seinen ersten Auftritt hat. Man spürt das aufziehende Unheil, was der Spannung und Vorfreude auf den dritten Hobbit-Teil zu Gute kommt. Der ganze Film wirkt viel düsterer und somit stimmungsvoller.
Was mich besonders fasziniert hat, war die Darstellung von Smaug. Er ist nicht nur einfach böse, sondern auch noch intelligent, wortgewandt und eindrucksvoll mächtig mit ordentlich Feuer in den Lungenflügeln.

In Sachen Technik/Special Effects brennt der Film, ähnlich wie Smaug, ein Feuerwerk ab. Überall auf der Kinoleinwand gibt es etwas zu entdecken. Die 3D-Effekte sind einfach erstklassig und teils so eingesetzt, wie sonst noch nie in einem 3D-Film so gesehen. Beispielsweise landet ein Pfeil von Legolas quer im Kopf eines Orgs. Dabei ragt die Spitze des Pfeils gen Publikum. Auch wer gegen Gewalt ist, wird hier vielleicht sagen: Cool gemacht!
Meiner Meinung nach ist Smaugs Einöde das bisher spektakulärste Werk von Peter Jackson. In anderen Filmen wirkt 3D häufig aufgesetzt und langweilt nach kurzer Zeit. Hier empfehle ich, in die 3D-Fassung des Films zu gehen. Ihr werdet es nicht bereuen!
Und der Sound? Beeindruckend wie seit „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“.

Ich fühlte mich den kompletten Film lang bestens unterhalten. Sowohl Story und Effekte, als auch schauspielerische Leistungen und Sounds: Ich kann darüber kein schlechtes Wort verlieren. Außer, dass irgendwann der Abspann läuft und man ein geschlagenes Jahr warten muss, um den dritten und letzten Teil von „Der Hobbit“ sehen zu können.

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