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von • 28. November 2014 • Das Digitale, Das LebenKommentare (0)1823

Die alten Zeiten, das Spielkind und Hallo, NextGen-Konsole!

Vom Uralt-„Brotkasten“-GameBoy bis hin zur Playstation 3 und Xbox 360:
Ich habe alles in meinen Händen gehabt was einen Modul- oder CD-Schacht hatte, um mein inneres Spielkind zu pimpen.

Beim Kumpel saßen wir und haben uns die Nächte mit Wipe Out und Tekken auf der Playstation 2 um die Ohren geschlagen.
Auf dem N64 samt Turok konnte ich meinen Augen nicht trauen, wie unfassbar scharf die Texturen aussahen, selbst wenn man mit der virtuellen Nase direkt vor einem Felsen o. ä. stand.
Halo zockte ich auf der ersten Xbox so häufig durch, dass ich das Game hätte blind spielen können.
Und wie sich die Playstation 3 und Xbox360 mit ihren Onlinemodi nach Science Fiction im Hier & Jetzt anfühlten.

Dann ganz plötzlich wurde mein Gaming-Fieber gesenkt.
Beruflich wie auch privat drehte ich der Videospiel-Industrie den Rücken zu und die diversen Controller wurden in andere Hände gelegt.

Doch genau so plötzlich wie es mich nicht mehr interessierte, fing das Fieber vor kurzem wieder in mir an zu lodern.

Nach längerem Überlegen, Abwägen und dem immer lauterem „Ich will! Ich will! Ich will!“-Gekreische des inneren Spielkindes nachgebend, kaufte mir eine neue NextGen-Konsole – oder vielmehr CurrentGen-Daddelmaschine.
Nerds mögen mich nun beschimpfen oder mir wohlwollend zustimmen: Ich entschied mich aufgrund aufgrund persönlicher Games-Vorlieben für eine Xbox One, die ich nun liebevoll im Arm (= TV-Rack) halte (= Controller in der Hand).

Mit dem Games „Halo – The Master Chief Collection“, „GTA4“ und dem total sympathisch durchgeknallten „Sunset Overdrive“ bin ich für die grauen Herbst- und Wintermonate gerüstet.
Das macht das Warten auf den Release von „Batman: Arkham Knight“ auch gefühlt etwas kürzer.

Ist das Hier & Jetzt denn immer noch so gut?

Erstmal: Klar sehen die Spiele noch mal einen Ticken hübscher aus und protzen mit größerer Fernsicht, mehr Gegnern, supervielen Effekten usw.
Für mich ist der Sprung von PS3/360 auf die neue Generation relativ gering – was ich persönlich aber auch erwartet habe und nicht schlimm finde.

Was ich aber schlimm (oder vielmehr störend) finde ist der Umstand, dass ich nun Spiele wie auf einem PC installieren muss.
Wo sind die Zeiten hin, in denen ich einfach nur die CD oder das Modul in die Konsole legen musste, den Powerknopf drückte und schon ging die fröhliche Zocksession los?!
Das war für mich eins der Alleinstellungsmerkmale von Konsolen im Vergleich zum PC.

Hallo Fortschritt: Wo ist das Science Fiction Feeling geblieben?

Oder warum haben es die Entwickler mit der Einführung des Konsolen-Internetzugriffs anscheinend verlernt, zumindest weitgehend bugfreie Spiele für Konsolen zu entwickeln?
Wenn ich gefühlt jede Woche einen Gigabyte großen Patch downloaden soll/muss, hat auch das nichts mit „Konsole“, sondern mit „PC“ zu tun.

Ja! Die Hintergründe kenne ich oder kann sie mir zumindest denken.
Und ich will auch nicht bemängeln, dass Entwickler ihre Spiele „pflegen“ – gegen Contentupdates ist ja nichts einzuwenden.
Aber hier spricht/schreibt das Gaming-Herz und das interessiert sich herzlich wenig für derartige Hintergründe.

Was ich mir noch wünsche sind Demos, Demos, Demos!
Wenn schon die Möglichkeit besteht, dass man sich online im Store die Spiele kaufen kann, dann kann man doch sicherlich auch Demo-Versionen dazu mit einstellen.
Liebe Publisher: Gebt euch hier einen Ruck!

Genug auf hohem Niveau gejammert!
Denn im Großen & Ganzen bin ich mit meiner Konsole, samt Power und Spieleangebot nämlich sehr zufrieden.
Mit der Master Chief Collection habe ich vier bombastische Spiele samt Multiplayer, die gefühlt für Jahre Spielspaß garantiert.
GTA V ist eines der genialsten Spiele überhaupt. Kein Tag vergeht, an dem ich nicht etwas Neues in der virtuellen Welt entdecke und meine Gangster-Schimpfwörter auffrische.
Und Sunset Overdrive ist für mich eine Spielspaß-Granate, die mich im Büro täglich darüber grübeln lässt, wie ich aus einer Kaffeetasse, Bleistift und Bürostuhl eine kreative Waffe gegen nervende Kollegen basteln kann.
Daher entschuldigt mich. Meine Hand verlangt nach dem Controller und meine Augen nach virtuellen Welten.

Wo wir schon eben beim Thema Online waren:
Wer mich bei Xbox Live adden möchte, findet mich dort unter dem Gamertag „Heldenchaos“.
Vielleicht sieht man sich ja dort.

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