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von • 28. Juli 2015 • Das Leben, FeaturedKommentare (0)1457

Hallo, Chuck Taylor All Star II

Wir schreiben den 28. Juli 2015 und ich verbummele meine freie Urlaubszeit ein bisschen in der Stadt.
Eine neue Hose hier, ein neues Hemd da. Und was fehlt noch, um meinem Modepüppchen-Dasein weiter zu fröhnen?
Genau! Neue Schuhe.

Wie gut, dass ich rein zufällig gerade an einem Snipes vorbei schlendere.
Deren Mitarbeiter sind zwar nicht gerade serviceorientiert (dazu gleich mehr), aber bieten dafür teils günstige Schuhe an.
Also rein, um „nur mal zu gucken“ (Anm. der Redaktion: „Nur mal gucken“ bedeutet: „Ich werde meine EC-Karte sowas von zum Glühen bringen“).

consii_03Es ist gegen 12:30 Uhr und ich wundere mich, warum der Laden bereits so voll von Leuten ist. Teilweise machen sie vor einem Schuhregal Fotos und ich denke mir: „Sind die jetzt alle total bekloppt oder habe ich einen neuen Selfie-Trend verpasst?“.
Beim genaueren Hinschauen sehe ich allerdings, was die Leute da eifrig fotografieren. Nämlich einen Converse-Stand mit den All Star II Schuhen.
Um zu verdeutlichen, dass ich anscheinend doch kein richtiges Modepüppchen bin, erklärt mir meine bessere Hälfte (in Insider-Kreisen auch „meine Freundin“ genannt), dass heute der erste Verkaufstag der Chuck Taylor All Star II ist, was ich mit einem hochgradig professionellen „Uiuiui“ kommentierte.

Zuerst fielen mir die blauen und roten Chucks ins Auge. Nach kurzer Überlegung, dass ich diese Farben nicht zu all meinen Hosen kombinieren kann, griff ich zu dem schwarzen Modell. Sehen schließlich ebenfalls sehr gut aus.

Nun die Herausforderung in einem Snipes:
Ich möchte die Chucks vorab Probe tragen und suche daher einen Verkäufer, der mir das Modell in meiner Größe bringen kann. Am Eingang sehe ich ein Mädel mit Snipes-Shirt, die mir aber sichtbar „wichtig“ mitteilt, dass sie für diese Arbeit nicht zuständig ist.
consii_05Der nächste Snipes-Mitarbeiter erklärt mir überfordert, dass er gerade nur für das Einsortieren der Schuhe zuständig ist und sich auch nicht erklären kann, wo denn die anderen Kollegen sind. Das Ganze schildert er mir so dramatisch, dass ich Sorge habe, dass er sich gleich auf den Boden wirft und anfängt zu heulen. Um das zu vermeiden biete ich ihm an, dass ich mich als Kunde einfach auf die Suche nach seinen Kollegen mache.
Nach gefühlt zehn Minuten Mitarbeiter-Suche wird es mir zu bunt und ich rufe „Vielleicht sehe ich nicht so aus, aber ich habe Geld und bin gewillt es auszugeben! Bitte ein Verkäufer zu mir, der mir diesen Konsumwunsch erfüllen möchte.“.
Und siehe da: Plötzlich sehe ich einen Snipes-Mitarbeiter, der mir tatsächlich die Schuhe in meiner Größe raussuchen möchte.

Zurück zu den Chuck Taylor All Star II!

consii_04Über die zweite Version der Chucks hörte ich in den letzten Wochen teilweise komplett unterschiedliche Meinungen.
Ich finde, dass Converse den richtigen Schritt in Richtung Zukunft macht.
Ein neues „richtiges“ Fußbett (sie laufen sich jetzt tatsächlich angenehmer), anscheinend eine bessere Verarbeitung, nach wie vor die Liebe zum Detail (Stichwort das Innenschild auf der Rückseite der Zunge) und ein leicht abgeändertes Design finde ich persönlich ziemlich cool, so dass sich umgehend ein „Nur mal gucken“-Wunsch (siehe weiter oben) bei mir auftat.

Meine Freundin dagegen bemängelt das neue Design. Ihr fehlt beispielsweise der Farbstrich auf der seitlichen für sie nun viel zu dicken Vans-ähnlichen Sohle (die ich wiederum sehr cool finde).

Meine Empfehlung:
Geht ins Geschäft, schaut euch die Schuhe in Ruhe an und entscheidet dann.

Wer über den Preis von knapp 80 Euro schimpft:
Chucks trägt man praktisch ein Leben lang, denn an diesen Schuhe sehen Löcher, Abreibungen und der ganze Party- und Straßendreck cool aus, während derartige Abnutzungserscheinungen bei anderen Schuhen Gründe sind, sie in den Müll zu feuern.

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