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von • 9. März 2019 • Die Filme, FeaturedKommentare (0)64 •

Im Kino gesehen: Captain Marvel

Ein Marvel-Steifen, der vor Avengers: End Game seltsam uninspiriert und langweilig rüberkommt.

Zusammenfassung:

Nur wenige Wochen vor dem heiß erwarteten „Avengers: End Game“-Finale schickt Marvel mit Captain Marvel Superhelden-Frauenpower auf die Kinoleinwände.
Ob das ausreicht, um Zuschauer in die Kinos zu locken?

Erstmal zum Positiven.
Direkt am Anfang wird der leider verstorbene Stan Lee auf emotionale Art und Weise gewürdigt. Da kann man schon mal ein Tränchen verdrücken. <3
Brie Larson, die Captain Marvel verkörpert, passt in meinen Augen perfekt in die Rolle. Mit jeder Menge Power, Ausstrahlung und einem verschmitzten Lächeln sichert sie sich umgehend die Sympathien des Kinopublikums.
Auch der digital restaurierte und auf jung gemachte Nick Fury aka Samuel L. Jackson weiß zumindest technisch zu überzeugen. Hintergrund ist, dass der Film in den 90ern spielt und da würde ein alter Fury, wie wir ihn aus anderen Marvel-Filmen her kennen, natürlich nicht passen.
Die Ohren werden mit einer Vielzahl von bekannten 90er-Jahre-Hits verwöhnt, was bei mir dafür sorgte, dass regelmäßig mein Fuß zu Takten von Nirvana, Garbage oder TLC mitwippte.
Und wie von Marvel-Filmen gewohnt, brennt der Film ein Feuerwerk an Special Effects ab, dass man manchmal gar nicht weiß, wohin mal als erstes schauen soll.

Das alles klingt erstmal sehr gut – was es auch ist. Aber ich muss sagen, dass ich mich während der 124 Minuten Laufzeit mehrfach aufgrund der durchschnittlichen und wenig bis gar nicht mitreißenden Story gelangweilt habe.
Da ist wirklich nichts, was man nicht schon mal woanders in besser gesehen hätte. Genau so, wie ein erschreckend langweiliger Yon-Rogg, der von Jude Law verkörpert wird. Der Schauspieler, den ich sonst sehr schätze, wirkt hier fehl am Platze und wie ein Statist.

Ich war wirklich gespannt auf Captain Marvel und finde es super, dass weibliche Superhelden endlich mehr Raum in Filmen erhalten.
Nach dem Gesehenen muss ich aber sagen, dass man vielleicht lieber einen Black Widow-Solofilm hätte rausbringen sollen, als eine Superheldin, die die meisten Zuschauer kaum bis gar nicht kennen. Funktionierte sonst das Einführen von neuen Charakteren bei Marvel sehr gut, ist das, besonders auch im Hinblick auf Avengers: End Game, hier in meinen Augen gescheitert.
Nur auf die Karte „Superheldinnen-Power“ zu setzen, ist mir eindeutig zu wenig!
So verließ ich das Kino mit dem Gefühl, dass das einer der schwachen Marvel-Filme mit noch schwächerer Story ist. Dazu passte auch, dass es diesmal keinen Applaus der Zuschauer gab.

Meine Wertung
Captain Marvel ist ein bisschen, wie Popcorn ohne Geschmack: Bei weitem nicht überzeugend.

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