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von • 23. August 2011 • Das Leben, Die LiebeKommentare (0)1021

(Keine) eine Geschichte

„Hab keine Angst“ sprach der kleine Junge zu ihr und sicherlich auch zu sich selbst.

Wer kann schon in die Zukunft blicken? Wer weiß schon, was der morgige Tag bringt? Man kann es sich nur wünschen und mit aller Kraft daran festhalten. Der Rest ist Schicksal, Bestimmung oder irgend etwas anderes, was man in den seltensten Fällen selbst bestimmen kann.
Trotzdem ließen sie sich mutig in die Arme des Anderen fallen. Ruhe umgab sie. Dann waren die Beiden unbesiegbar.

Manchmal fraßen sich die Gedanken in die Herzwindungen, dass man das vielleicht nicht für immer halten könne. Fragende Risiken die jeder in sich trägt, der offen & ehrlich liebt und bereit ist bedingungslos zu geben.

In den stillen und alleinigen Momenten war es zu hören. Das eigene Herz wie es für den anderen schlägt. Manchmal so stark, dass es die Brust des Mädchens und des Jungens zu durchschlagen drohte. Doch es tat nicht weh. Es war vielmehr ein so wunderbares Gefühl. „Hallo Herz!“ sagte der kleine Junge in solchen Momente. „Schön, dass es dich gibt“ mit einem Lächeln im Gesicht.

Man fragte sich in solchen Momenten, ob man all die schmerzvollen Erfahrungen mitmachen musste, um nun in die Augen des anderen zu blicken. Der kleine Junge sagte sich, dass das nicht nötig gewesen wäre. Aber vielleicht hätte man es ohne diese Geschichten aus der Vergangenheit nicht genug schätzen können, was einen nun umgibt. Vielleicht hätte man es als Selbstverständlichkeit angesehen. Und genau das tat der Jungen und das Mädchen nicht. Keine Selbstverständlichkeit, wie so häufig auf dieser Welt.
Vielmehr war es einzigartig kostbar. Etwas sehr, sehr seltenes, dass man nicht einfach so finden kann, wenn man danach sucht. Man wünschte es sich höchstens. Und dieser Wunsch ging in Erfüllung und ließ die Beiden strahlen und funkeln.

Der kleine Junge fragte das Mädchen, ob sie ihn noch ein bisschen auf einem gemeinsamen Weg begleiten möchte. Und das Mädchen erwiderte „Nicht nur ein bisschen. Ein großes Bisschen! Solange du willst“.

Wohin sie gingen, wussten sie auch nicht so genau. Aber sie wussten: so lange sie gemeinsam den Weg gingen, konnte ihnen nichts passieren.
Es sollten hohe Berge mit Übersicht, große Meere mit Weitsicht, tiefe Täler mit getrübtem Blick und dunkle Höhlen mit der Suche nach dem Licht werden. Gemeinsam würden sie alles überwinden und meistern – um irgendwann dort anzukommen, wo sich beide zurücklehnen können:
Die Zukunft, die zum Greifen nahe liegt. Die Gegenwart, die in vollen Zügen inhaliert wird.

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