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von • 12. Februar 2015 • Das Digitale, FeaturedKommentare (0)1301 •

Meine Meinung über Evolve. Oder: Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein!

Grafik: 86%

Technik: 87%

Anspruch: 93%

Abwechslung: 94%

Sound: 90%

Anspruchsvolle Monsterjagd mit unterschiedlichen Klassen und toller Spielmechanik.

Zusammenfassung:

Eins meiner Lieblingsspiele damals in meiner Kindheit und heutzutage im Büro: Verstecken spielen.
Die Entwickler des Spiels Evolve (Partnerlink) scheinen das genau so zu sehen und präsentieren ein Spiel, das zwischen erhöhtem Puls, schwitzigen Händen und permanentem Verfolgungswahn genau eins bietet: Einen Haufen Spaß!

Worum gehts?
Runtergebrochen geht es um vier Jäger, die ein Monster jagen.
Das Monster erhält einige Sekunden Vorsprung, um sich vor den Widersachern zu verstecken.
Während dessen kann es durch das Fressen von Getier insgesamt drei Evolutionsstufen durchlaufen.
Mit jeder Stufe wird das Monster größer, stärker und mächtiger.

Die Jäger müssen das verhindern, indem sie das Monsters verfolgen und erlegen.

Das Monster gewinnt, wenn es die Jäger erlegt oder eine auf der Karte stehende Station (erst ab Evolutionsstufe 3 möglich) zerstört.
Die Jäger gewinnen, wenn sie das Monster plätten.

Klingt simpel? Ist es auch!
Aber die Spielmechanik hat es in sich und erfordert Taktik und keine „Mit dem Kopf durch die Wand“-Mentalität.

Charaktere
Wie erwähnt, wird das Monster mit jeder Evolutionsstufe stärker.
Bereits ab Stufe 2 stellt es eine ernsthafte Bedrohung für die Jäger dar.
Vor dem Spiel kann der Spieler insgesamt aus drei Monsterarten (zwei müssen erst freigespielt werden) wählen, die sich nicht nur durch das Aussehen, sondern besonders durch die Fähigkeiten und Spielmechaniken unterscheiden.

Für die Jäger stehen die Klassen „Assault“, „Supporter“, „Medic“ und „Trapper“ zur Verfügung, wobei jede Klasse nur von einem Spieler ausgewählt werden kann.
Für jede dieser Klassen gibt es drei spielbare Charaktere. Zwei davon müssen erst durch das Hochleveln und Erfüllen von Missionen freigespielt werden.

Die jeweiligen Klassen und Charaktere haben einzigartige Waffen und Fähigkeiten.
Während der Assault mit seinen fetten Waffen ordentlich Schaden austeilt, kann der Supporter beispielsweise das Team für kurze Zeit unsichtbar machen.
Der Trapper kommt ins Spiel wenn es darum geht, das Monster durch Fallen zu stellen.
Der Medic ist in erster Linie für das Heilen verwundeter Teammitglieder zuständig.

Das Spiel bietet Charakter-Videos mit Tipps an, die man sich meiner Meinung nach unbedingt vorab ansehen sollte, um ein erstes Gefühl für die einzelnen Spielfiguren zu erhalten.

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Die Mechanik
Soweit gibt es keine bahnbrechenden Neuheiten, die man nicht schon mal irgendwo gesehen hätte.
Spannend wird es aber, wenn es auf eine der Maps geht.

Vor Spielbeginn wählt man aus, für welchen Charakter das Herz schlägt.
Monster oder eine der Jäger-Klassen?
Das bedeutet allerdings nicht, dass man beispielsweise immer nur als Tank unterwegs ist.
Um für Abwechslung zu sorgen, kann es auch sein, dass man sich plötzlich in der Monster-Rolle wieder finde.
So lernt man nebenbei alle Charaktere mit deren Vor- und Nachteilen kennen.
Vielleicht stellt man dadurch auch fest, dass der Tank zwar nett, aber der Medic noch viel netter zu spielen ist.

Ist man schließlich nach einem kurzen Intro auf einer der Maps gelandet, wird man von unterschiedlichen Vegetationen, Wettereffekten und Tageszeiten begrüßt.

Der Spieler des Monsters hat nun einen kleinen Vorsprung, bevor die Jäger eintreffen.
Durch das Legen von falschen Fährten verschafft er sich zusätzlich Zeit.

Sind die Jäger auf dem Planeten gelandet, gilt es das Monster zu finden.
Neben dem Aufspüren von Spuren wie Fußabdrücken oder Kadavern, verraten auch aufgeschreckte Vögel die ungefähre Position des Monsters.

Teamwork
Wie in Multiplayer-Titeln üblich, kommt es auch hier auf das Teamwork und das Erlernen der jeweiligen Charakter-Fähigkeiten an.
Stellt sich der Monster-Spieler dumm an, haben die Jäger es nach spätestens fünf Minuten gefunden und erledigt.
Stürmen die Jäger ohne Abstimmung blind drauf los, finden sie das Monster auch nach über zehn Minuter Suche nicht bzw. werden von ihm platt gemacht.
Wenn aber alle Spieler ihr Handwerk verstehen, kommt richtig Freude auf.
Dann kann eine Runde auch schon mal über zehn Minuten dauern, ohne das Langeweile aufkommt.

Erhält man in der Jäger-Rolle die Mitteilung, dass das Monster Stufe 2 oder 3 erreicht hat, dreht sich der Spieß um und die Jäger werden zu Gejagten.
Dabei kann das Monster aus dem Hinterhalt oder ganz offen angreifen.
Zusätzlich sollte man die Augen auch vor dem KI gesteuerte Getier auf der Map offen halten, da es je Gesinnung die Jäger oder das Monster angreifen kann.

Herzklopfen
Während ich als Monster oder Jäger auf der Karte herum wander, stehe ich praktisch permanent unter Strom.
Besonders nach den Runden, in denen ich als Monster unterwegs war, konnte ich mir den Schweiß von den Händen wischen, weil ich angespannt versuchte, mich vor den Jägern zu verstecken.

In der Rolle des Jägers komme ich mir in der Gruppe anfangs überlegen vor.
Bis zu dem Zeitpunkt, wenn das Monster stärker wird und hinter jeder Ecke mit einem Gegenschlag auf mich warten könnte.

Kommt es schließlich zum offenen Kampf, sollten auf Jäger-Seite die jeweiligen Taktiken und Fähigkeiten passend eingesetzt werden.
Ohne Teamwork geht hier nichts, man ist schneller weggeputzt als ich „Evolve“ sagen könnte.

Es braucht ein bisschen Zeit, um sich mit den jeweiligen Waffen, Fähigkeiten und Taktiken zurecht zu finden.
Danach kennt der Spielspaß aber keine Grenzen.

Grafik und Technik
Wer einen neuen PC oder eine PS4/Xbox One Konsole besitzt, will natürlich nicht auf hübsche Grafik verzichten.
Evolve setzt keine neuen Grafik-Maßstäbe, ist aber auch sicherlich kein hässliches Entlein.
Die Vegetation samt umherwanderndem Getier wirkt stimmig. Die Charaktere sind passend in Szene gesetzt und die Wettereffekte sorgen für Atmosphäre.
Ein Hauch von Grusel kommt auf, wenn man Nachts bei Regen und Gewitter auf der Karte unterwegs ist.
Auf den Maps ist sattes Grün eher eine Seltenheit. Meistens regieren Grau/Brauntöne.

Derzeit kann es vorkommen, dass es einige Minuten dauert, bis ein Match gestartet wird.
Häufiger erhalte ich die Meldung, dass der Server nicht antwortet.
Ob das ein generelles Problem ist, oder ob die Server aufgrund der Belastung derzeit überfordert sind, kann ich nicht beurteilen.
Habe ich ein Spiel erfolgreich starten können, läuft aber alles rund – ganz ohne Rucker oder Serverabbrüche.

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Mein Fazit
Vor kurzem spielte ich mit ein paar Amerikanern zusammen.
Während der Monsterjagd sprachen wir uns angespannt ab.
Nach Abschluss einer äußerst knapp gewonnenen Runde löste sich die Anspannung und jeder schrie jubelnd in den Voicechat.
Ich finde, das beschreibt Evolve (Partnerlink) ganz gut.

Es ist kein Multiplayer-Shooter, in dem es auf wildes „Hau drauf“ ankommt.
Hier gewinnt die Seite, die taktisch und vorausschauend arbeitet.

Dann zeigt Evolve (Partnerlink) seine wahre Pracht und sorgt genau für zwei Dinge bei mir:
Einen erhöhten Puls und verdammt viel Spaß!

Wer mit mir auf die Jagd gehen will:
Auf Xbox Live bin ich unter dem Gamertag „Heldenchaos“ zu finden.

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