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von • 30. Juli 2012 • Das Leben, Die GedankenKommentare (0)1148

Meine Olympiaeindrücke

Schaltet man den Fernseher an, könnte man fast glauben, dass Fußball-WM/EM ansteht. Nur, dass der Sport da im Fernsehen nichts mit Fußball zu tun hat. Da geht es zum Beispiel um Schwimmen, Rudern, Tennis, (Sport)-Schießen, Radrennen, Fechten und (mein Favorit) Frauen/Männer-Beach-Volleyball. Die Leichtathleten & Co. sind erst später dran.
Keine Frage: Die olympischen Spiele haben begonnen und an Tagen wie diesen fällt es mir schwer, etwas anderes in der Glotze laufen zu lassen. Nebenher höre ich die Kommentatoren eine Sportphrase nach der nächsten dreschen. So, als ob die ebenfalls eine Medaille dafür gewinnen könnten. Passt!
Schön ist auch, dass auf das ZDF verlass ist, Interviews zum Teil nach wie vor asynchron zu senden. Dass sie ihre Technikgenies der Fußball-EM direkt für das nächste Sport-Großevent einfliegen lassen haben, ist ebenfalls eine Medaille wert.
Genau so bewundernswert ist, dass ich mich auch von total unspektakulären Olympia-Sportarten begeistern lasse.
Ich wette: Wenn „Wer kann sich 2 Stunden nicht bewegen?“ oder „Schnick Schnack Schnuck“ olympische Sportarten wären – ich würde sie mir ansehen!
Als ich mir die Eröffnungsfeier reingezogen habe (eine Medaille bitte für die Macher!), machte sich in mir der Wunsch breit, an jedem Montag auch so im Büro empfangen zu werden. Ich winke mit einer Deutschland-Flagge den applaudierenden Kollegen im Büro zu, bevor wir das olympisches Feuer in der Firma anzünden. Obwohl: Das ginge zuweit! Zumindest der letzte Punkt der Zeremonie.

Wenn ich diese total athletischen Körper der Sportler sehe, denke ich mir häufig genug: „Krass, was man durch Training und Willen so aus seinem Body machen kann“. Im nächsten Moment sehe ich mich auf der Couch sitzen, während ich mir Chips und Cola reinschaufel und mit vollem Mund die Athleten anfeuer. Bewundernswert!
Ich will nicht behaupten, dass ich nonstop die Liveübertragungen von Olympia ansehe. Ich muss schließlich auch arbeiten und sonstigen Verpflichtungen nachkommen. Aber wenn mich jemand in einen Raum mit einem Fernseher, auf dem nur ARD und ZDF läuft, sperrt: ich würde mich nicht beschweren.
Vielleicht sollte ich es mir aber auch einfach zur Aufgabe machen, meinen Körper ähnlich auszutrainieren wie diese Spitzensportler. Und nein: Damit meine ich nicht Gewichtheber oder Kugelstoßer. So ne Figur wie ein Schwimmer oder eines Sprinters auf 100 Meter ist doch mal ein Vorbild für das eigene Wohl.
Merkwürdig: Irgendwie klingt das genau so wie diese Vielzahl an Neujahrs-Vorsätzen.

Wie auch immer. Wenn man bedenkt, dass der Anpfiff der neuen Bundesliga-Saison noch etwas auf sich warten lässt, sind die olympischen Spiele eine prima sportliche Überbrückung. Und vielleicht hilft es dem Ein oder Anderen ja tatsächlich, den sportlichen Schweinehund anhand der diversen Vorbilder zu überwinden.
Und wenn nicht, zählt letztendlich einzig und allein der olympische Gedanke:
„Dabei sein ist alles!“

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