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von • 28. Oktober 2016 • Die Filme, FeaturedKommentare (0)1555

Vorhang auf für Doctor Strange

Benedict Cumberbatch. Das ist Sherlock Holmes, Smaug und jetzt auch Doctor Strange.
Kaum ein anderer Schauspieler versteht es, durch seine darstellende Kunst die Zuschauer (besonders die weiblichen) so gefangen zu nehmen.
Seine Rollen sind immer mit einem Hauch von Arroganz versehen. Das ist das, was die Leute (unter anderem) so an ihm lieben.

Nun ist also Doctor Strange an der Reihe, von Mr. Cumberbatch verkörpert zu werden.

Worum geht’s in dem Film?

„Doctor Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein arroganter, aber auch unglaublich talentierter Neurochirurg. Nach einem schweren Autounfall kann er seiner Tätigkeit trotz mehrerer Operationen und Therapien nicht mehr nachgehen. In seiner Verzweifelung wendet er sich schließlich von der Schulmedizin ab und reist nach Tibet, wo er bei der Einsiedlerin The Ancient One (Tilda Swinton) und ihrer Glaubensgemeinschaft lernt, sein verletztes Ego hinten anzustellen und in die Geheimnisse einer verborgenen mystischen Welt voller alternativer Dimensionen eingeführt wird. So entwickelt sich Doctor Strange nach und nach zu einem der mächtigsten Magier der Welt. Doch schon bald muss er seine neugewonnenen mystischen Kräfte nutzen, um die Welt vor einer Bedrohung aus einer anderen Dimension zu beschützen.“

Inhaltsangabe von Filmstarts

Ich muss zugeben, dass mir Doctor Strange zwar etwas sagte und sein großer roter Umhang irgendwie bekannt vorkam, aber so richtig habe ich mich nie mit diesem Superhelden von Marvel auseinandergesetzt.
Ich sah den Film also ohne Erwartungshaltung, was ja bekanntlich die beste Voraussetzung ist.

In knapp zwei Stunden gibt es hier Dank diverser Zaubersprüchen auf die 12.
Das erinnerte mich etwas an Harry Potter für Erwachsene.

Wie bereits in der Filmbeschreibung erwähnt, ist Doctor Strange ein arroganter Arzt, der aber auch mit viel Charme und Wortwitz zu (Achtung: Wortspiel!) verzaubern mag.
Und obwohl Benedict Cumberbatch seiner Rolle auf grandiose Art und Weise Leben einhaucht, erinnert mich Doctor Strange in Teilen sehr an Tony Stark aka Iron Man, der von Robert Downey Jr. verkörpert wird.
Ehrlich gesagt sehe ich bis im Aussehen und in dem Umstand, dass der eine Arzt und der andere Multimilliardär/Wissenschafter ist, keine nennenswerten Unterschiede.
Und genau da liegt für mich als neutraler Zuschauer der Hund begraben.
Denn irgendwie kommt mir alles in Doctor Strange bekannt vor, was das Auftreten, die Witze und das Charisma betrifft.
So, als müsste ich gut schmeckende Pommes jetzt noch mal kalt essen.
Das mag härter klingen, als es letztendlich ist. Denn Doctor Strange hat mich gut unterhalten. Aber nach den zwei Stunden machte sich bei mir eine Art „Kenne ich schon“-Eindruck breit.

Die alternativen Dimensionen imponierten mir von der Umsetzung da schon wesentlich mehr.
Kannst du dich an Inception mit den verqueren Träumen erinnern, in denen buchstäblich alles Kopf steht?
Wer das schon cool fand, wird die Dimensionen im Doctor Strange Film lieben! Hier regieren keinerlei physische Gesetze bzw. diese lassen sich so umformen, wie es einem beliebt. Die Special Effects Macher konnten sich so richtig austoben und das Ergebnis ist wirklich top!

Als schließlich der Abspann über die Kinoleinwand flimmerte, wusste ich nicht so recht, was ich von dem Film halten soll.
Er hat Witz, tolle Action-Szenen und atemberaubende Special Effects.
Aber die Story kam mir einfach zu bekannt vor.
Nicht, dass wir uns missverstehen!
Ich erwarte in Comic-Verfilmungen keine noch nie gesehenen Handlungsstränge, die eine Oscar-Nominierung wert wären.
Aber ein bisschen mehr als „Ober-Bösewicht will Erde zerstören. Ein Held wider Willen muss ihn aufhalten“-08/15-Kost darf es für meinen Geschmack dann schon sein.

Aber vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich mich so langsam an Comic-Verfilmungen satt gesehen habe?
Oder dass die Erzählungen in Marvel-Verfilmungen mittlerweile an ihre Grenzen stoßen?.

Leider ist DC mit seinen neuen Comic-Verfilmungen erzählerisch kein ernsthafter Konkurrent für Marvel, so dass die sich nicht länger strecken müssen, als unbedingt nötig.
Für einen zweiten Doctor Strange Teil wünsche ich mir aber mehr Arbeit an der Story. Benedict Cumberbatch hat es verdient. Und falls er für einen weiteren Teil verhindert sein sollte, dann lasst ihn halt einfach von Robert Downey Jr. spielen.

Fazit
Wer Lust auf einen zaubernden Superhelden, in einem Film mit vielen tollen Special Effects, hat und das ein oder andere Mal herzhaft Lachen möchte, der macht mit Doctor Strange nichts falsch.
Wer mehr als Standard-Kost bei Comic-Verfilmungen erwartet, der verpasst nichts, wenn er sich den Film nicht im Kino gibt.
Und für alle andere:
Hey! Es ist halt ein Film mit Benedict Cumberbatch. Und der zieht bekanntlich ja immer.

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