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von • 13. April 2012 • Das Leben, Die Liebe, Die MusikKommentare (0)961

Wenn schon mit Herz, dann mit mehr Wumms

Wenn ich mir die verschiedenen Playlists und Charts diverser Radiostationen anhöre, ist es nichts Neues, dass die zu 95 Prozent aus großem Hörmist für eine möglichst breite Masse bestehen. Eine Vielzahl von Youtube Empfehlungen auf Twitter, Facebook oder Google+, stoßen ins gleiche Horn.
Hip sind die Jüngelchen und Mädchen mit zarter Stimme und Gitarre. Die, die von Liebe predigen, obwohl sie in ihrem jungen Alter noch weit davon entfernt sein dürften, die wirkliche Liebe schon gefunden zu haben. So eine Art Vorgeplänkel wie Petting anstatt Sex.
Meistens sehen sie dabei so unscheinbar aus, um sich noch besser mit ihnen identifizieren zu können.

Ich persönlich mag es auch gerne mal ruhiger und besinnlicher. Immer voll auf die 12 tut auf Dauer nicht gut. Aber wenn ich beim Hören diverser Alben bei der Hälfte mit dem Gedanken spiele, mich selbst zu ritzen, sehne ich mich nach melodiösen Gitarrenriffs, um mich aus dieser Lethargie aufzuwecken.

Es macht derzeit irgendwie den Anschein: alles was zu Grunde geht und in Selbstzweifel ertrinkt, ist hach so romantisch. Die leisen Töne machen die Musik. Die lauten Töne gelten als, na ja, zu laut.
Ich persönliche vermisse die Stadien füllenden Songs nach dem Motto „Beweg deine Arsch und alles wird gut“ einer richtigen Band. Endlich mal wieder aufdrehen, ausgelassen sein und sich dabei herrlich über sich selbst amüsieren. Über Selbstironie, ein Stückchen Sarkasmus und den Schelm in den Mundwinkeln.
Ich will nicht behaupten, dass ich diese Jungs und Mädels mit der Gitarre einsam auf der Bühne, denen zig Herzen oder Teddys entgegen fliegen (weil sie unfassbar sensibel und süß sind), grundsätzlich scheiße finde. Nur sind für mich nichts auf Dauer, weil mir die Kontur durch das Glatt gebügelte fehlt. Für mich genau das Gegenteil von „Auf gehts!“.

Ich wünsche mir mehr Gitarre, mehr Bass, mehr Drums, mehr Gesang – mehr Wumms.
Das ist für mich persönlich in Bezug auf die Liebe authentischer als nur dieser verletzte, selbstzweifelnde SingSang mit Wandergitarre und dabei ganz, ganz leise.

In diesem Sinne: rocke das Leben! (und wenn du es nicht willst, tue ich es umso lauter)

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