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von • 23. Mai 2014 • Die FilmeKommentare (2)1493 •

Wir sahen Godzilla

Story: 60%

Monsterdesign: 81%

Sound: 86%

Special Effects: 88%

Tolle Monsterkloppereien im XXL-Format. Tiefgang kommt auf, sobald Godzilla im Meer schwimmen geht.

Zusammenfassung:

Godzilla ist kult!
Wahrscheinlich jeder hat irgendeine der zahlreichen Verfilmungen gesehen.
Nachdem Roland Emmerich seine Interpretation der Riesenechse ordentlich in den Sand gesetzt hat, will es Gareth Edwards besser machen.
Dafür hat er sich mit Bryan Cranston und Ken Watanabe bekannte Hollywood-Stars ins Boot geholt.

Der Film startet damit, dass mysteriöse Beben Tokyo und besonders ein dortiges Atomkraftwerk in Atem halten.
Als die Beben immer mehr zunehmen und sich damit die Lage zuspitzt, kommt richtig Spannung auf.
Die ersten 15 Minuten halten, was die Trailer versprochen haben. Prima!

Ein filmischer Zeitsprung nach den dramatischen Geschehnissen in Tokio erfolgt und Aaron Tylor-Johnson betritt die Leinwand.
Der Schauspieler bzw. sein von ihm verkörperter Charakter wirkt dabei wie eine Art Fremdkörper.
Ich weiß nicht, ob seine Rolle so beabsichtigt war oder aber er einfach keine großartige Lust zum Schauspielern verspürte – was ich weniger vorstellen kann.
Auf jeden Fall wirkte der Charakter auf mich wie eine Schlaftablette, die versucht, seinen Vater, seine Familie und letztendlich die Welt zu retten.

Wie ist es denn mit dem Design von Godzilla & Co bestellt?
Mothra und das Spinnen-Dingsbums sehen vom Kopf her aus wie … ja wie eigentlich?
Kennt ihr diese Klips, mit denen ihr getackertes Papier wieder „enttackern“ könnt?
So in etwa sehen die Köpfe der zwei bösen Viecher aus.
Die Augen von den Viechern leuchten orange, was mich entfernt an Zyklonen aus „Kampfstern Galactica“ erinnerte.
Man hätte sie wahrscheinlich auch ohne Probleme in Pacific Rim als Kampfroboter einsetzen können.
Zwar riesig aber ich für meinen Teil hatte permanent das Gefühl, dass man die hätte besser anders gestalten können.

Und dann, dann kommt endlich der Star des Films: Godzilla.
Um die Vorfreude kontinuierlich zu erhöhen, sieht man in diversen Sequenzen Teilausschnitte von ihr.
Erst nach einer gefühlten Ewigkeit darf man die Echse in voller Größe bewundern.
Und da kommen das „Die guten alten Zeiten“-Feeling auf. Denn die Designer haben sich relativ nahe an die Original-Vorlage gehalten. Nur in noch größer und (böse Zungen sagen) fetter.
Auch das Brüllen erinnert an die alten Filme.
Ich finde das prima und es unterstützt meine Meinung, dass man nicht immer das Rad komplett neu erfinden muss.

Die Kämpfe zwischen den Monstern wirken bombastisch und brachial. Nichts anderes hatte ich mir erwartet. Da kommt eine Menge Spaß rüber.
Was mir allerdings fehlt ist diese Endzeitstimmung. Die Verzweiflung und pure Hilflosigkeit der Menschen gegenüber soviel Monsterpower.
Praktisch das, was die Trailer und die ersten 15 Filmminuten suggeriert haben.

Neben uns im Kino saß ein etwas älterer Mann samt Frau.
Und immer, sobald Godzilla auf der Leinwand in Erscheinung trat, jubelte er wie ein kleines Kind vor Begeisterung.
Das beschreibt für mich am besten die Neuverfilmung von Godzilla.
Dagegen fällt die Story so dünn und austauschbar aus, dass ich mich teilweise im Kino langweilte.

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2 Responses to Wir sahen Godzilla

  1. Dieser alte Mann hätte ich seien können. Ich hab mich wie 12 gefühlt, als ich die ganzen alten Godzilla Filme sah

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