Das Blöde an Zeit ist, dass man in den meisten Fällen zu wenig davon hat. Und hat man sie, investiert man sie in meist unnützes Zeug wie z. B. diesen Blogeintrag. Oder Gartenarbeit. Oder Twitter. Oder fremde Leben.
Noch blöder ist, dass die Zeit viel zu schnell verstreicht, wenn sie an etwas Gefallen gefunden hat.
Genau dann, wenn sie still stehen soll, rast sie wie ein Ferrari auf der Rennstrecke an einem vorbei.
Oder sie ist in quälenden Erlebnissen so zäh, wie ein lästiger Kaugummi unter dem Schuh.
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Erfinder der Zeit wenig Ahnung vom Mensch sein hatte. Zumindest war er nicht sonderlich relaxt.

Ich zähle bis 4 und der Trott hat einen wieder. Aufstehen, duschen, anziehen, Alltag. Jeden Tag der Blick auf das Kalenderblatt, wann endlich wieder das Wochenende ansteht. Um dann erschreckt festzustellen, dass es auch schon wieder rum ist.
Endlich soll alles anders werden. Ein Endlich ohne Ende in anderer Hinsicht. Ein „Lich“ sozusagen. Das würde allerdings niemand verstehen. Wer sagt das schon in unseren Gefilden? Egal!

Wo anfangen mit dem Endlich, wenn noch ungebeten Fragen im Raum stehen die erst vor die Türe gebeten werden müssen? Aktuell ist der Weg dorthin vielleicht noch etwas lang und die ungebetenen Fragen in etwa so nervig (und mit ähnlich viel Sitzfleisch ausgestattet) wie ungebetene Gäste. Aber man macht die ersten Schritte. Ich bin mir sicher, dass dann die Türklinke auch schon bald zum Greifen nahe und der Fußtritt für den Rauswurf nicht weit ist.
Ausserdem hat man damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch den Rausschmiss hat man nicht nur mehr „Lich„, sondern auch gleich noch weiteren Platz zur Entfaltung in den 4 Wänden.

4. Anfangs noch so lang. Im Nachhinein viel zu kurz. Und trotz allem hat sich eine Sache bestätigt. Das 2 = Ja.!
Damit kann die Zeit noch so nervig unverständlich sein. Klein bekommt sie uns nicht! Eher groß. Und dann wird aus 4 sowas wie 12, 48, 364 oder 4896…