Angenommen es gäbe eine App, die dir deinen exakten Todeszeitpunkt mitteilt: Würdest du sie nutzen? Die Leute im Film Countdown tun es. Blöd nur, dass hinter der App keine dumme Spielerei, sondern tödlicher Ernst steckt. Ob sich eine App-Installation in Form eines Kinobesuchs lohnt, liest du in meiner Countdown-Filmkritik.

Worum geht’s?

“Eine App, die Deinen Todeszeitpunkt voraussagt? Kann doch nur ein Fake sein! Denkt anfangs zumindest die junge Krankenschwester Quinn (Elizabeth Lail), als sie diese runterlädt und ungelesen die Nutzungsbedingungen akzeptiert. Ausprobieren kann man es ja mal. Während ihren Freunden noch Jahrzehnte Lebenszeit bleiben, zeigt Quinns Display etwas anderes an: Nur noch drei Tage zu leben und der Countdown läuft! Schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Quinn erfährt von ersten Todesfällen unter den Nutzern und eine unheimliche Gestalt scheint sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Immer verzweifelter versucht sie, hinter das Geheimnis der mysteriösen App zu kommen. Als sie Matt (Jordan Calloway) kennenlernt, dessen Zeit ebenfalls abläuft, wollen beide gemeinsam ihren Todes-Countdown stoppen – zwei Tage, ein Tag, eine Stunde…“ (Quelle: Universum Film)

Der Todes-Countdown

Countdown Filmkritik
Countdown, Universum Film

Eine App, die dir mitteilt, wie lange man noch zu leben hat, wird auch von Krankenschwester und Hauptdarstellerin Quinn (Elizabeth Lail) und ihren Arbeitskollegen installiert.
Während ihren Kollegen laut App noch ein langes Leben vorbestimmt ist, muss Quinn mit Erschrecken feststellt, dass ihr nur noch wenige Tage bis zu ihrem Ableben bleiben.

Während die Stunden bis zum vorbestimmten Ende ablaufen, häufen sich die merkwürdigen Ereignisse und bereiten Quinn verstörende Visionen.
Als ob das nicht schon schlimm genug ist, wird sie auch noch von einer umheimlichen Gestalt verfolgt.

Zu allem Überfluss lässt sich die App Countdown auch nicht von ihrem Smartphone löschen.
Nach ein bisschen Recherche stellt sie fest, dass auch anderen Nutzer der App derartige Dinge passiert sind – bis sie schließlich gestorben sind.

Countdown Filmkritik
Countdown, Universum Film

Wenn dem Tod die Luft ausgeht

Der Film erinnert mich inhaltlich ein großes Stück weit an Final Destination.
Wie kann man dem Tod (der in diesem Film übrigens ein fieser Dämon ist) ein Schnippchen schlagen, um nicht zu sterben?

Das Ganze ist bis zur Hälfte des Films auch einigermaßen spannend dargestellt. Danach merkte ich dem Streifen sehr deutlich an, dass den Machern die Luft ausging.

Countdown Filmkritik
Countdown, Universum Film

Zum Ende hin stellt sich die Protagonisten teilweise so blöde an, dass ich mir die Hände über dem Kopf zusammenschlug.

Generell sind viele Charaktere so erschreckend langweilig und eindimensional, dass es mir letztendlich egal ist, ob sie drauf gehen oder nicht.
Bezeichnend, dass mir nur der Tod von einem Charakter etwas näher ging, der letztendlich nur einen winzig kleinen Part in der Geschichte inne hat.

Abseits davon setzt der Film ausschließlich auf Jump-Scares, die man so oder so ähnlich schon in anderen Filmen gesehen hat und leider einfach abgenutzt sind.
Da fällt die arg konstruierte und platte Story fast schon nicht mehr ins Gewicht.

Countdown
Kino-Release DE30.01.2020
Filmlänge91 Minuten
FSK16
DarstellerElizabeth Lail, Jordan Calloway, Talitha Eliana Bateman, Peter Facinelli, Tichina Arnold
RegieJustin Dec
FilmverleihUniversum Film
Überblick der Rezensionen
Meine Wertung
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countdown-film-kritikAuch Teeny-Horror haben etwas mehr als Steno-Geschichten, angestaubte Jump-Scares und platte Charaktere verdient. Der Film Countdown ist keine totale Katastrophe, aber leider auch meilenweit davon entfernt, länger als nach dem Gang aus dem Kinosaal im Kopf hängen zu bleiben.