Mit Frankenstein und der Zirkel der Sieben schickt der Maritim Verlag nach Dracula das nächste Grusel-Schwergewicht in den Hörspiel-Ring.
Wie sich Frankenstein gegenüber Dracula schlägt, liest du in meiner Hörspiel-Kritik.

Worum geht’s?

“Mythos. Legende. Frankenstein. Der begabte Arzt und Wissenschaftler erhält einen Brief, der ihn nach vielen Jahren zurück in seine alte Heimat beordert. In Genf angekommen, offenbart ihm ausgerechnet sein Vater ein lange gehütetes Familiengeheimnis. Victor Frankenstein sieht sich mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Nur wenig später ist er gezwungen, ein Leben zu retten. Doch kann er dies nicht tun, ohne gleichzeitig ein unschuldiges Leben zu nehmen. In einer stürmischen Gewitternacht wird Frankenstein von seinen schlimmsten Albträumen eingeholt.“ (Quelle: Maritim Verlag)

Hörprobe

Der Maritim Verlag beschert allen Grusel- und Horror-Fans vorgezogene Weihnachten

Es scheint so, als ob es der Maritim Verlag in diesem Herbst/Winter wissen will. Nachdem sie mit dem stimmungsvollen Grusel-Hörspiel „Dracula und der Zirkel der Sieben“ eine neue Serie auf den Markt brachten, geht es nun ohne große Umschweife mit Frankenstein weiter. Genauso wie der Blutsauger, gehört Frankenstein zu den Geschichten des Grusel-/Horror-Genres, die jedem etwas sagt.

Und genau wie bei Dracula, war meine Vorfreude bei Frankenstein hoch.

Welcome home, Frankenstein!

Die Geschehnisse rund um sein Monster liegen bereits einige Zeit zurück. Mittlerweile hat Professor Viktor Frankenstein sein Heimatdorf verlassen (vielmehr ist er von dort geflüchtet) und in eine Großstadt gezogen.
Bis Frankenstein Post von seinem Vater erhält, der ihn bittet, ihn und seine Mutter zu besuchen. Der Grund wird das Leben von Viktor Frankenstein erneut für immer ändern.

Dietmar Wunder als Victor Frankenstein

Ich gebe es zu, dass ich mich so langsam an der Stimme von Dietmar Wunder statt gehört habe. Zu omnipräsent erscheint er in meinen Ohren – was nicht als Wertung seiner Arbeit zu verstehen ist.

Hier spricht er Professor Frankenstein und liefert etwas ab, was man wohl am besten als „verrückt, verzweifelt, intensiv und wahnsinnig“ beschreiben kann.
Anfangs klingt seine Stimme ein Stück weit schrill und überdreht, um im Laufe der Geschichte dann ruhiger, verzweifelter und schließlich wahnsinniger zu werden.

Das ist ganz großes Ohrenkino und verdient meinen höchsten Respekt.
Chapeau, Dietmar Wunder!

Aber auch alle anderen Sprecher liefern ab, sodass es zusammen mit der Musik und den Soundeffekten ein Genuss ist, diesem Hörspiel zu folgen.

In Frankensteins Geschichte regieren Irrsinn und Verzweiflung

Glaubwürdig und mit frischen Ideen wird hier die berühmte Horror-Geschichte nach den Geschehnissen von Frankensteins Monster weitererzählt, ohne sich am großen Vorbild festzuklammern.

Die ersten zaghaften Anspielungen mit Dracula werden zusätzlich gemacht und ich bin sehr gespannt, wie diese zwei Horror-Schwergewichte in weiteren Geschichten stärker miteinander verknüpft werden.

Überblick der Rezensionen
Meine Wertung
Vorheriger ArtikelMattel stellt Castle Grayskull in der Origin-Version vor
Nächster ArtikelThundercats: Lion-O und Mumm-Ra in der Ultimate-Edition
Internet-Wellenreiter, Blog-Tipper, Kino-Gänger, Fotografie-DJ, Schokopudding-Killer.
Auch auf die Gefahr hin, dass sich meine Frankenstein-Hörspiel-Wertung wie die von Dracula liest: Der Maritim Verlag hat abermals ein großartiges Hörspiel-Brett abgeliefert und ich bin sehr gespannt, wie man es schafft, ein solch hohes Level über die nächsten Episoden zu halten. „Frankenstein und der Zirkel der Sieben, am Abgrund der Nacht“ ist eine Hörspiel-Wucht, die sich kein Grusel-/Horror-Fan entgehen lassen sollte. frankenstein-und-der-zirkel-der-sieben-hoerspiel-kritik